Tierprotein, Zigaretten und weitere Verwirrungen über Ernährung

Tierprotein soll genau so schlimm sein wie Zigaretten? Fleischkonsum führt zu Diabetes? Zu viel Hühnchen könnte Krebs verursachen?

Mir tun die durchschnittlichen, uninformierten Konsumenten leid, die versuchen einen Sinn in den aktuellen Schlagzeilen der Gesundheitsmagazinen zu sehen.

Es scheint als würden die Medien beinahe wöchentlich eine kürzlich publizierte Studie auswählen und veröffentlichen, die möglichst viel Sensationspotential hat. Die aktuelle Schlagzeile: „Fleischkonsum ist genau so schlimm wie Zigaretten“ holt alle Leser ins Boot.

Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass “Rotes Fleisch und regelmässiges Training könnte der Schlüssel sein, um den Körper und das Hirn auch im Alter in Topform zu halten” nicht viel Aufmerksamkeit erhalten hat.

Nun, laut „der letzten Studie“ führt eine hohe Proteinzufuhr, vorallem Tierprotein, zu einem höheren Risiko allgemeiner Sterblichkeit und Tod durch Diabetes und Krebs.

Aber einen Augenblick mal, führt nicht zu viel Fett zu Übergewicht und Herzkrankheiten, und Übergewicht zu Insulinresistenz, Krebs und anderen Gesundheitsrisiken?

Und stimulieren nicht die Kohlenhydrate das Insulin, was wiederum Insulinresistenz und Diabetes bedeutet und dies Gewichtszunahme und Übergewicht zur Folge haben kann?

Und jetzt soll auch noch aus dem Konsum von Protein, oder spezifischer Tierprotein, Diabetes und Krebs resultieren?

Was bleibt uns noch übrig? Wasser?

Naja, wenn man zu viel Wasser trinkt kann das Elektrolytenlevel so stark verdünnt werden, dass auch das schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Hmm. Vielleicht schweifen wir ein bisschen zu weit ab.

Ist denn das Ziel, das Leben als schwacher, Kalorien-restriktrierter, melancholischer alter Mann oder Frau zu verbringen, oder ist es, so lange wie möglich das psychische und physische Potential des Körpers zu maximieren?

Es ist eine Frage der Quantität des Lebens versus der Qualität des Lebens. Die meisten Menschen sagen sie möchten beides.

Wie wir sehen werden, lässt die besagte Studie die Konsumenten mit mehr Fragen als Antworten zurück und kann in keinster Weise Proteinzufuhr mit Zigarettenkonsum gleichstellen.

DIE STUDIE

Die Schlagzeilen generierende Studie besagt, tiefere Proteinzufur ist verknüpft mit einer erheblichen Reduktion des Hormons IGF-1, erhöhtem Risiko für Krebs und allgemein höherer Sterblichkeit bis 65 Jahren, nicht aber für die ältere Population.[i]

Die Studie betrachtete Daten von 6’381 befragten Erwachsenen über 50 Jahre hinweg, welche Teil der NHANES III Studie waren. Die Versuchspersonen wurden einige Jahre zuvor dazu aufgefordert, die konsumierten Lebensmittel der letzten 24h aufzulisten. Während der nächsten 18 Jahre Beobachtung wurde diese Auflistung als die Standardernährung der Teilnehmer angesehen.

Die Gruppe der Fleischesser beinhaltete diejenigen Teilnehmer, welche Bologna Sandwiches, Organic Sandwiches, normale Hot Dogs, Organic Hot Docs, Fisch Sandwiches sowie wildgefangene Fisch Sandwiches, Pizza und andere mit „Tierprotein“ zusammenhängende Nahrungsmittel assen.

Basierend auf der 24h Auflistung, wurde angenommen, dass die durchschnittliche Person 1’823 Kalorien zu sich nahm, von welchen 51% von Kohlenhydraten, 33% von Fett und 16% von Protein stammten. Laut Schätzungen sind zwei Drittel der Proteine aus Tierquellen.

18 Jahre später führten die Versuchsleiter der NHANES Studie wieder eine Befragung mit den Teilnehmern durch und fanden heraus, dass 40% aus „verschiedenen Gründen“ gestorben sind, 19% sind aufgrund Herzkreislaufkrankheit verstorben, 10% an Krebs und 1% an Diabetes.

Nun, denken Sie bitte 18 Jahre zurück. Haben Sie das gleiche gegessen wie heute? Ich glaube nicht.

Als ich 18 Jahre jünger war besuchte ich das College, wo das beste Essen in der Cafeterie aus Kraft-Nudeln und Käse gemixt mit Thunfisch aus der Dose bestand. Allgemein habe ich viel mehr Alkohol getrunken und viel mehr Kohlenhydrate und weniger Fett gegessen als heutzutage.

Also, wenn ich nun über meinen Ernährungsstyl von vor 18 Jahren befragt werde und diese Information als Beurteilung über meinen heutigen Gesundheitszustand herangezogen wird, wären die Resultate total inakkurat.

ASSOZIATION BEWEIST NIE KAUSALITÄT

Es gibt ein Wort, dass sofort aus der Studie hervorstechen sollte: „Assoziation“.

Dieses Wort deutet unverzüglich darauf hin, dass die Studie nicht beweisen kann, ob eine Variable die andere Verursacht hat. In diesem Fall ist es also unmöglich mit Sicherheit zu sagen, dass tiefe Proteinzufur zu einem reduzierten Erkrankungsrisiko führt, weder kann impliziert werden, dass eine Diät reich an Proteinen Krebs oder früheren Tod verursacht.

Die zentrale Einschränkung dieser Studie liegt darin, dass sie nur eine Vermutung über den Zusammenhang zwischen einer bestimmten Proteinzufur und Gesundheitsrisiko aufstellen kann. Um dies zu bestätigen sind jedoch viel mehr Untersuchungen erforderlich.

Ein weiterer Gedanke der mir gerade in den Sinn kommt ist, dass solche die Low-Protein oder Vegetarisch essen, normalerweise auch im Allgemeinen gesundheitsbewusster sind als solche, die proteinreicher oder sogar nach Standard-Amerika-Diät (SAD) essen.

Was ist mit dem Unterschied zwischen den Standard-Essern und denen, die einer Paleo-Diät oder Low-Carb-Diät folgen? In diesem Fall würden die Standard-Esser den grössten Anteil der Fleischesser ausmachen.

Der Durchschnitsesser isst meistens auch Fleisch und Kohlenhydrate von schlechterer Qualität, isst mehr Zucker, weniger Fett und wenn dann von der schlechten Sorte.

Die Durchschnittsperson sitzt ausserdem mehr, trainiert weniger, schläft weniger und macht generell schlechtere Lifestyle Entscheidungen.

Wir würden nicht erwarten, dass dies auch der Fall ist bei zum Beispiel Vegetariern, weil allein die Entscheidung sich vegetarisch zu ernähren macht sie experimentell zu einer separaten Kategorie.

Um noch einmal klarzustelen, „Assoziation“ hat keine aussagekräftige Bedeutung, wenn die Versuchspersonen einfach in Fleisch-Esser und Nicht-Fleisch-Esser eingeteilt werden. Aufgrund der Verknüpfung können automatisch Faktoren oder Störvariablen mit ins Spiel kommen, die möglicherweise den Kausalzusammenhang verzerren.

EVALUATION DER STUDIE

Die Versuchsleiter haben herausgefunden, dass diejenigen Teilnehmer, die zu Beginn der Studie nicht an Diabetes erkrankt waren und zur High-Protein-Gruppe gehörten, ein 73-fach erhöhtes Risiko hatten an Diabetes zu sterben.

Versuchspersonen im Alter zwischen 50-65, welche zur High-Protein-Gruppe gehörten, hatten sogar ein 74-fach erhöhtes Risiko früher zu sterben und ein 4-fach höheres Risiko an Krebs zu erkranken.

Klingt schockierend nicht? Wenn Sie nur die Schlagzeile lesen in der Tat ja.

Komischerweise wiesen die Ergebnisse ausserdem auf, dass Versuchspersonen die älter als 65 Jahre alt waren und zur High-Protein-Gruppe gehörten, am besten geschützt waren vor all diesen vorher aufgelisteten Risiken!

Ist es somit angemessen zu sagen, dass Leute zwischen 50-65 Jahren nur an der Salat-Bar essen dürfen, während diejenigen die älter als 65 sind ihr Abendessen im Brazilianischen Steakhouse geniessen können?

TIERPROTEIN UND DIABETES

Betrachten wir zuerst den Zusammenhang zwischen Tierprotein und Diabetes. In der Studie gab es 21 Todesfälle unter den Teilnehmern, die zu Beginn nicht an Diabetes litten. Zur Erinnerung, die Studie betrachtete über 6’300 Versuchspersonen. Diejenigen, die zum Befragungszeitpunkt angaben kein Diabetes zu haben, wurden in eine separate Gruppe eingeteilt. 18 Jahre später gab es 21 Todesfälle in dieser Gruppe. Somit ist es nicht schwer den Unterschied zwischen den Gruppen zu dramatisieren, der auf einer relativ gesehen kleinen Anzahl Todesfälle basiert.

Zwei von fünf Personen haben Diabetes ohne es zu wissen.

Da es sich bei dieser Studie um eine Befragung handelte, welche bezüglich Diabetes nur die Frage beinhaltete, ob die Versuchsperson daran erkrankt ist oder nicht, ist es sehr wahrscheinlich, dass viele Teilnehmer Diabetes hatten ohne es zu wissen. Somit wissen wir nicht genau zu welcher Gruppe sie gehört hätten.

Die Chinesische-Diät gilt häufig als die gesündeste und sollte nach Volksglauben wenig Tierprotein und viel pflanzliche Nahrung beinhalten. Und doch sind die Raten der an Diabetes erkrankten Kinder  in China höher als in den USA.[ii] Diese Statistik basiert auf mehreren Forschungsergebnissen, also steckt wahrscheinlich auch ein guter Grund dahinter.

Diabetes resultiert aus einem Verlust der Blutzuckerregulation. Klare Ergebnisse beweisen, dass eine exzessive Aufnahme von Kohlenhydraten, vorallem übermässige Zuckerzufuhr, einen bedeutenden Beitrag zur Insulinresistenz und eventuell auch zu Diabetes leistet. [iii]

Es ist ausserdem möglich, dass diejenigen der Fleischesser-Gruppe mehr verarbeitete Kohlenhydrate gegessen haben und das Tierprotein einfach mit von der Partie war, was dann zu Diabetes führte.

Für lange Zeit wurde der Konsum von Fett für Insulinresistenz und Diabetes verantwortlich gemacht und diese Studie behauptet nun Protein sei Schuld. Was aber, wenn die Kohlenhydrate, die zusammen mit dem Protein gegessen werden, dafür verantwortlich sind?

PROTEIN, IGF-1 UND KREBS

Die Versuchsleiter fokussierten sich auf den Zusammenhang zwischen Proteinkonsum und dem Hormon „Insulinähnlicher- Wachstumsfaktor“ IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1). Wie der Name IGF-1 bereits sagt, ist es ein Wachstum stimulierendes Hormon. Die Versuchsleiter weisen darauf hin, dass eine höhere Proteinzufuhr zu einem höheren Level an IGF-1 führt. Dies ist einer der Hauptgründe wieso Leute mehr Protein essen, wenn sie ihr Krafttraining verbessern wollen.

Höhere IGF-1 Levels sind wichtig für die Knochengesundheit und es wurde gezeigt, dass sie die Knochenmineralisierung und -Frakturen verbessern.[iv] Eine Low-Protein-Diät senkt die IGF-1 Levels tatsächlich, aber tiefe IGF-1 Levels führen zu einer schlechteren Knochenbildung und vermehrter Knochenschwächung. [v]

Krafttraining erhöht IGF-1 Levels ebenfalls, [vi] wäre also wirklich das IGF-1 Hormon das Problem, dann würde Krafttraining zu denselben Gesundheitsproblemen führen. Krafttraining wird jedoch eindeutig als vorteilhaft für die langfristige Gesundheit angesehen, indem es die Körperzusammensetzung verbessert und die Blutzuckerregulation aufrecht erhält.

Die Tatsache ist, dass die Kombination von Krafttraining und essentiellen Aminosäuren, entweder in From von Nahrungsergänzung oder Tierprotein, als vorteilhaft für alternde Erwachsende gilt. Die anabole Wirkung dieser Nahrungsmittel und das regelmässige Training helfen altersbedingten Muskelschwund zu vermindern, was die damit verbundene reduzierter Funktion sowie verschlechterte Gesundheit des Stoffwechsels vorbeugt. [vii]

Die Verwendung von reinem Wachstumshormon erhöht IGF-1 und Wachstumshormon-Levels. Es konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Wachstumshormonen Fettleibigkeit reduziert, welches einen erheblichen Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen und Diabetes darstellt. Zusätzlich unterstützt es auch die Verbesserung der Körperzusammensetzung. [viii]

Aufgrund der hohen Prävalenz an Fettleibigkeit, ist es allgemein ratsam einer Low-Claorie-High-Protein-Diät zu folgen, um stabilen und langfristigen Gewichtsverlust zu gewährleisten. Einer der Vorteile der Aufrechterhaltung einer High-Protein-Diät ist, dass die erhöhte Proteinzufuhr dabei hilft das IGF-1 Level auch während Energierestriktionen aufrecht zu erhalten. Dies wiederum führt dazu, dass möglichst viel Körperfett abgenommen wird, Muskelmasse jedoch erhalten bleibt.[ix]

Ein weiterer wichtiger Vorteil von IGF ist seine Unterstützung bei der Erholung und dem Wiederaufbau von Muskelgewebe zwischen Trainingseinheiten.[x] IGF-1 Levels spielen eine wichtige Rolle im anabolen Prozess des Muskelaufbaus und eine Low-Protein-Diät würde zu einem signifikaten Kraftverlust führen.

Daraus kann nun geschlossen werden, dass wenn Krebszellen einmal begonnen haben zu wachsen, IGF-1 eine Rolle spielen kann bei diesem Wachstum. Obwohl dieser Effekt normalerweise in Kombination mit erhöhtem Insulin und hohem IGF-1 Level auftritt. Protein erhöht den Insulinspiegel zwar leicht, aber es hat nicht annähernd den Effekt, den exzessive Kohlenhydratzufuhr hat.

High-Carb-Diäten stimulieren die Produktion von Insulin und der hohe Insulinspiegel zusammen mit dem erhöhten IGF-1 Level kann möglicherweise unterstützend wirken bei der Verbreitung der Krebszellen.[xi] Das drastische Wachstum der Krebszellen, welches von Glukose abhägig ist, wird Warburg-Effekt genannt. Um zurück zu der Studie zu kommen, ist es also sehr wahrscheinlich, dass die Fleischesser-Gruppe, deren Mitglieder häufiger an Krebs erkrankt sind, auch mehr verarbeitete Kohlenhydrate und Zucker gegessen haben, obwohl ihr gesamter Kohlenhydratkonsum nicht signifikant höher war.

Hat dieser Umstand dazu geführt, dass sich der Krebs vermehrt ausbreiten konnte? Möglich ist es auf jeden Fall.

Was ist der wichtigste Punkt im Bezug auf IGF-1? Das Ziel sollte sein, die IGF-1 Level im Blut innerhalb der angemessenen Bandbreite stabil zu halten. Wenn sich jemand gemäss einer High-Protein-Diät ernährt, um seine Gesundheits-und Fitnessziele zu erreichen und seine IGF-1 Level im normalen Bereich sind, wäre es unnötig oder sogar unverantwortlich dieser Person die Proteinzufuhr einzuschränken.

Tritt jedoch der Fall ein, dass die IGF-1 Level höher oder tiefer sind als normal, sollte in einem ersten Schritt identifiziert werden weshalb das so ist. Eine Ernährungsumstellung ist ein sehr wirksames Mittel, um IGF-1 Level zu managen, jedoch ist es angemessener die Kohlenhydrate zu regulieren, anstatt die Proteinzufuhr.

Es wäre sehr leichtsinnig die Proteinzufuhr aufgrund einiger waager Annahmen über deren potentiell erhöhenden Effekt auf IGF-1 zu limitieren.

Anstelle dessen sollte die Empfehlung lauten, regelmässig Bluttests durchzuführen und zu kontrollieren, ob sich IGF-1 Level in der normalen Bandbreite befinden.

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PROTEIN UND GESAMTSTERBLICHKEIT

Der Zusammenhang den die Studie zwischen Protein und Tod aufgrund „aller Todesursachen“ aufstellt, ist der unaussagekräftigste von allen. Sicher ist, dass Entscheidungen über den Lifestyle die Wahrscheinlichkeit früher oder später zu sterben beeinflussen, egal aus welchem Grund.

Gesundheitsbewusste Menschen tendieren dazu, sich mehr auf ihr Stress Level zu achten, vielleicht sogar mehr zu schlafen und weniger Risiken einzugehen.

Ein Segment aus der Population auszuwählen, das weder vegetarisch noch vegan ist, bedeutet meistens, dass es auch weniger gesundheitsbewusst ist. Sie sind wahrscheinlich eher dazu geneigt in Schichten zu arbeiten, Überstunden zu machen, weniger zu trainieren und im Allgemeinen weniger aktiv zu sein etc.

Eine Verbindung von Protein mit frühzeitigem Tod sagt also nicht wirklich viel aus.e

WAS KÖNNEN WIR MACHEN?

Schlussendlich wirft diese Studie nur mehr Fragen auf, als dass sie Antworten gibt.

Könnten die Tierproteine in der Ernährung eines durchschnittlichen Amerikaners vielleicht auch hinzugefügte Stoffe enthalten? Könnten Konservierungsstoffe, Hormone oder andere chemische Stoffe im konventionell gezüchteten und verarbeiteten Fleisch vorhanden sein?

Könnte der Grund auch beim durchschnittlichen, fleisch-essenden Amerikander liegen, der weniger pflanzliche Nahrung und qualitativ schlechtere Supplements zu sich nimmt, dass er nicht die gleichen Mikronährstoffe erhält?

Könnte irgendetwas am Fett des konventionell gezüchteten Fleisch zu Diabetes und Krebs führen? Oder an der Art wie es verarbeitet und zubereitet wird?

Haben diejenigen, die mehr Fleisch essen ein höheres Einkommen und einen schlechteren Lifestyle?

Die Fragen könnten weiter und weiter gehen. Fragen wie diese, die die Studie zu adressieren versucht, können nicht mit Beobachtungsstudien beantwortet werden. Sie können nur durch randomisierte, kontrollierte und wiederholte Studien beantwortet werden.

Sogar die Versuchsleiter wurden mit einem verwirrenden Befund zurückgelassen:

„Obwohl erhöhte Proteinzufuhr mit erhöhter Sterblichkeit für mittelaltrige Erwachsene in Verbindung steht, gab es auch Hinweise, dass tiefe Proteinzufuhr gefährlich ist für Erwachsene in hohem Alter.“

Es macht einfach keinen Sinn, dass Tierprotein vor einem gewissen Alter schlecht, dann aber therapeutisch wirken kann.

Wir haben bereits zahlreiche signifikate Forschungsergebnisse gesehen, welche High-Protein-Diäten und deren Effekt auf Gewichtsmanagement, Blutzuckerregulation und Erhaltung der Muskulatur befürworten.

Übergewicht ist eines der signifikantesten Gesundheitsproblemen zur Zeit und da es wahrscheinlich sogar zu Krebs führt, ist es klug weiterhin High-Protein-Ernährungsweisen zu empfehlen.

Ich persönlich werde meine High-Protein-Diät weiterführen, welche ebenfalls eine Tonne Gemüse, qualitativ hochwertige Supplements, gesunde Fette und ab und zu ein bisschen Stärcke beinhaltet.

Vielen Dank fürs Lesen meines Beitrags. Falls Sie diese Information als wertvoll empfunden haben, können Sie den Beitrag gerne teilen und die Konversation auf Google+ weiterführen.

Tom Nikkola, CSCS, CISSN, PN
Vize Präsident | General Manager bei ThorneFX

tom_nikkolaTom hat über 13 Jahre Erfahrung im Thema Ernährung, Stoffwechsel, Laboruntersuchungen, Nahrungsergänzung und anderen Gesundheits-und Fitnessaspekten. Er hat bereits mit tausenden von fitnessorientierten Leuten gearbeitet und mehr als 400 Artikel über Gesundheit, Fitness und physische Leistung verfasst. Tom half beim Aufbau von ThroneFX und leitet die heute weltweit bekannte Linie natürlicher und qualitativ hochwertiger Produkte.

Sie finden den originalen Artikel in Englisch auf ThorneFX.

Quellen

[i] Levine M, Suarez J, Brandhorst S, et al. Low protein intake is associated with a major reduction in IGF-1, cancer, and overall mortality in the 65 and younger but not older population. Cell Metab 2014;19:407-417.

[ii] Yan S, Li J, Li S, et al. The expanding burden of cardiometaoblic risk in China: the China Health and Nutrition Survey. Obes Rev 2012;13(9):810-821.

[iii] Basu S, Yoffe P, Hills N, Lustig R. The relationship of sugar to population-level diabetes prevalence: an economic analysis of repeated cross-sectional data. PLoS ONE 2013;8(2):e57873 doi:10.1371/journal.pone.0057873

[iv] Heaney R, Layman D. Amount and type of protein influences bone health. Am J Clin Nutr 2008;87(5):1567S-1570S.

[v] Bonjour J. Dietary protein: an essential nutrient for bone health. J Am Col Nutr 2005;24(6):526S-536S.

[vi] Koopman R, van Loon L. Aging, exercise and muscle protein metabolism. J Appl Physiol 2009;106(6):2040-2048.

[vii] Solerte S, Gazzaruso C, Bonacasa R, et al. Nutritional supplements with oral amino acid mixtures increases whole-body lean mass and insulin sensitivity in elderly subjects with sarcopenia. Am J Cardiol 2008;101(11A):69E-77E.

[viii] Bredella M, Gerweck A, Lin E, et al. J Clin Endocrinol Metab 2013;98(9):3864-3872.

[ix] Redman L, Veldhuis J, Rood J, et al. The effect of caloric restriction interventions on growth hormone secretion in non-obese men and women. Aging Cell 2010;9(1):32-39.

[x] Booth F. The many flavors of IGF-1. J Appl Physiol 2006;100(6):1755-1756.

[xi] Paoli A, Rubini A, Volek J, Grimaldi K. Beyond weight loss: a review of the therapeutic uses of very-low-carbohydrate (ketogenic) diets. Eur J Clin Nutr 2013;67:789-796.