insulin sensitivity

Insulinsensitivität und Fettverbrennung mit einem einfachen Trick verbessern

Die Chancen Körperfett zu verlieren sind besser, je sensitiver man auf Insulin reagiert

Viele Dinge tragen zur Insulinsensitivität bei, wie zum Beispiel Training, einzelne Nährstoffe, Lifestyle und andere…

Schlank und gesund zu sein ist gleichzusetzen mit einer hohen Insulinsensitivität!

Was bedeutet Insulinsensitivität?bb_abs

Insulinsensitivität ist einfach gesprochen, wie der Körper auf die physiologischen Effekte der Insulinproduktion nach einer Mahlzeit reagiert. Jemand der sehr Insulin sensitiv ist, braucht kleinere Mengen Insulin, um seinen Blutzuckerspiegel zu senken, als jemand, der weniger sensitiv ist.

Wichtig zu wissen ist, dass jedes Nahrungsmittel Insulin stimuliert, jedoch unterschiedlich stark. Fette haben einen sehr kleinen und Proteine einen moderaten Effekt auf Insulin. Einige Proteine wie bspw. Whey Protein wirken sogar stärker auf Insulin als weisser Zucker, dies ist jedoch mehr die Ausnahme als die Regel. Nahrungsmittel die die Insulinausschüttung am stärksten beeinflussen sind alle, die viel Kohlenhydrate in Form von Zucker und Stärke enthalten.

Was bewirkt ein erhöhter Insulinspiegel im Körper?

Wenn die Insulinlevel zu oft und über einen längeren Zeitraum erhöht sind, kann es zu Gewichtszunahme, Insulinresistenz und Übergewicht führen, wobei Insulinresistenz die Vorstufe von Typ 2 Diabetes ist. Möchtest du schneller und effizienter Körperfett verlieren? Dann arbeite daran deine Insulinresistenz zu verbessern, sowie einen stabilen Blutzuckerspiegel zu wahren.

Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien haben ein simples, lange unterschätztes Nahrungsmittel identifizieren können, welches nachweisbare Effekte auf die Insulinantwort bei kohlenhydratreicher Kost, als auch Körperfettreduktion hat: Essigsäure, anders bekannt als einfacher Haushaltsessig.

Kürzlich veröffentlichte Studien mit Ratten (1) konnten interessante Fortschritte in der Erklärung dieser Wirkungsmechanismen aufzeigen, jedoch gibt es auch zahlreiche Studien mit Menschen, die den positiven Effekt von Essigkonsum bestätigen.

Die aller erste Studie über die metabolischen Effekte von Essig wurden bereits 1988 (2) durchgeführt und seither folgten weitere Studien, welche sich vor allem auf die Wirkung von Essig auf den Blutzuckerspiegel, Insulinlevel, Energieverbrauch, Sättigung und Körperfett konzentrieren. Alle diese Studien konnten einen positiven Effekt von Essigkonsum aufweisen, egal in welcher Form. Eine im Jahr 2009 durchgeführte japanische Studie (3) konnte sogar signifikante Verbesserungen im Bezug auf Körperfett, BMI und Hüftumfang aufzeigen, indem übergewichtige Probanden täglich nur 15ml Essig zu sich nahmen. Dieselbe Forschergruppe demonstrierte in einer 2010 durchgeführten Folgestudie (4) auch, dass Essigkonsum zu einem höheren Energieverbrauch führt. Und dies nur von einem Esslöffel Essig täglich, also etwa die Menge die für eine gute Salatsauce benötigt wird. Im selben Jahr bewies eine Studie, dass die Glykämie (Erhöhung des Blutzuckerspiegels) nach einer Mahlzeit gesenkt werden kann, wenn übergewichtige Probanden Essig zu den Mahlzeiten assen. Weitere Ergebnisse bestätigen, dass dieser Effekt auch bei normalgewichtigen Versuchspersonen nachgewiesen werden kann (5-9) und es gibt auch Nachweise dafür, dass Essig sättigend wirkt und somit quantitativ weniger gegessen wird (6, 9, 10).

saladEine weitere gute Nachricht ist, dass sowohl Salatsaucen die Essig enthalten, als auch eingemachtes Essen all diese oben beschriebenen positiven Effekte versprechen (11, 12).

Insgesamt wird von einer Senkung um ca. 20% des Blutzuckerspiegels bei Verzehr von Essig ausgegangen (13), wobei dieser Effekt mit der Menge und dem jeweiligen Ansprechen zusammenhängt.

Alle erwähnten Studien zeigen eine Senkung des Blutzuckerspiegels und der damit zusammenhängenden Insulinreaktion um 20-35% auf. Dies ist ein sehr beachtliches Ergebnis, wenn man die Nebeneffekte von gleich wirkenden Medikamente betrachtet. Ausserdem konnten die Effekte sowohl für übergewichtige und an Diabetes erkrankte, als auch für normalgewichtige und gesunde Personen nachgewiesen werden.

Egal ob zur Körperfettreduktion, Blutzuckerstabilisation oder besserem Sättigungsgefühl – das Hinzufügen von Essig zu den Mahlzeiten ist ein einfacher Weg, um von all diesen Vorteilen zu profitieren. Und egal in welcher Form, ob in der Salatsauce oder mit Eingemachtem, wird Essig deinem Körper und deinen Geschmacksknospen gut tun!

Bleib gesund,

Coach Charles R. Poliquin

 

P.S. Nein in Zitronen hat es keine Essigsäure, aber sie sind aus anderen wichtigen Gründen gut für unsere Gesundheit.

 

 

Quellen:

1) Hiromi Yamashita (2015): Biological Function of Acetic Acid- Improvement of Obesity and Glucose Tolerance by Acetic Acid in Type 2 Diabetic Rats, Critical Reviews in Food Science and Nutrition, DOI:10.1080/10408398.2015.1045966

2) Ebihara K, Nakajima A. Effect of acetic acid and vinegar on blood glucose and insulin responses to orally administered sucrose and starch. Agric Biol Chem. 1988;52:1311–1312

3) Kondo et al, Vinegar intake reduces body weight, body fat mass, and serum triglyceride levels in obese Japanese subjects, Biosci Biotechnol Biochem. 2009 Aug;73(8):1837-43. Epub 2009 Aug 7

4) Hattori M et al,  A single oral administration of acetic acid increased energy expenditure in C57BL/6J mice, Biosci Biotechnol Biochem. 2010;74(10):2158-9. Epub 2010 Oct 7

5). Brighenti F, Castellani G, Benini L, et al. Effect of neutralized and native vinegar on blood glucose and acetate responses to a mixed meal in healthy subjects. Eur J Clin Nutr. 1995;49:242–247.

6) Liljeberg H, Bjorck I. Delayed gastric emptying rate may explain improved glycemia in healthy subjects to a starchy meal with added vinegar. Eur J Clin Nutr. 1998;64:886–893.

7) Johnston CS, Buller AJ. Vinegar and peanut products as complementary foods to reduce postprandial glycemia. J Am Diet Assoc. 2005;105:1939–1942.

8) Leeman M, Ostman E, Bjorck I. Vinegar dressing and cold storage of potatoes lowers postprandial glycaemic and insulinaemic responses in healthy subjects. Eur J Clin Nutr. 2005;59:1266–1271.

9) Ostman E, Granfeldt Y, Persson L, Bjorck I. Vinegar supplementation lowers glucose and insulin responses and increases satiety after a bread meal in healthy subjects. Eur J Clin Nutr. 2005;59:983–988

10) Hunt JN, Knox MT, The slowing of gastric emptying by nine acids, J Physiol. 1969 Mar;201(1):161-79

11) Sugiyama M, Tang AC, Wakaki Y, Koyama W. Glycemic index of single and mixed meal foods among common Japanese foods with white rice as a reference food. Eur J Clin Nutr. 2003;57:743–752.

12) Ostman EM, Liljeberg Elmstahl HG, Bjorck IM. Inconsistency between glycemic and insulinemic responses to regular and fermented milk products. Am J Clin Nutr. 2001;74:96–100.

13) Johnston CS1, Steplewska I, Long CA, Harris LN, Ryals RH Examination of the antiglycemic properties of vinegar in healthy adults.Ann Nutr Metab. 2010;56(1):74-9. doi: 10.1159/000272133.